Drei Apartmenthäuser in den Wohngebieten Allmende und Wilde Rosen — selbst angemieteter Wohnraum mit gemeinsamen Räumen.
Durch die Benno und Inge Behrens-Stiftung entstanden in den Wohngebieten Allmende und Wilde Rosen drei Apartmenthäuser, in denen Menschen mit Behinderung in ihrem selbst angemieteten Wohnraum leben können.
Jedes Haus verfügt über eigene Wohnungen mit Terrasse oder Balkon — und über Gemeinschaftsräume, in denen das Zusammenleben stattfindet. Es ist ein Zuhause, kein Heim: Die Assistenz richtet sich nach dem Alltag der Klient*innen, nicht umgekehrt.
Aus der Beziehung zu ihren Begleiter*innen heraus bilden die Klient*innen eine eigene Gemeinschaft in den Häusern — und pflegen ein Leben im Sozialraum Allmende und Wilde Rosen.
Sie trauen sich aus dem Vertrauten zu bekannten Nachbarn und Betreuenden hinaus und erleben ihre ganz individuellen Beziehungen zu anderen Menschen. Vor der Individualität jedes Einzelnen entsteht ein Mehrwert in der Beziehungskultur — und damit die Grundlage für gelungene Beziehungen.
Ein Höchstmaß an dialogisch-zugewandter Kultur bewirkt eine Atmosphäre des Vertrauens. Und die ist der Startpunkt für den Mut, neue Lebens- und Arbeitserfahrungen zu machen.
Das Leben in den Häusern ergibt sich aus dem unmittelbaren Zusammensein mit Nachbarn, der besonders persönlichen Beziehung zu den professionellen Begleitenden im Einzelbezug, dem ganzen Team — und den Eltern.
Dazu gehört die Freiwilligkeit des Aufenthaltes in der Gruppe, die Selbstversorgung und die daraus folgenden Aufgaben des Einzelnen gegenüber der Gemeinschaft. Jedes Haus lebt dabei seine eigenen, gemeinsam vereinbarten Rituale.
Die morgendliche Runde als gemeinsamer Start in den Tag.
Ruhige Übergänge in den Feierabend, jedes Haus auf seine Weise.
Gestaltete Feiern und inklusive Veranstaltungen im Jahreslauf.
Gemeinsame Reisen als Höhepunkte des Jahres.
Die Häuser stehen nicht am Rand, sondern mittendrin — in einem sozial-ökologisch geprägten Umfeld aus zwei Wohnprojekten und einem inklusiven Café.
Norddeutschlands größtes Dorfprojekt für gemeinsames Wohnen und Arbeiten unter ökologischen Gesichtspunkten.
Das Nachbarprojekt der Allmende Wulfsdorf — gemeinschaftliches und ökologisches Wohnen und Arbeiten im Grünen.
Ein inklusives Restaurant-Café im Wohnprojekt der Wilden Rosen — offen für alle.
Das Robben Café dient als Rezeption für alle, die sich für das Projekt interessieren — und als Ankommens- und Austauschort für eine entwicklungsfördernde Beziehungskultur. Dieses herzliche Willkommen stützt Wohn- und Arbeitsverhältnisse, Freizeitaktivitäten und das kulturelle Leben.
Zum Stammtisch kommen Menschen aus den Sozialräumen Allmende und Wilde Rosen. Viele sind beeindruckt von Menschen mit geistiger Behinderung, die aus tiefster sozialer Kompetenz vom Handeln erzählen. Und aus derselben Nachbarschaft kommen Menschen, die bei uns als Mitarbeitende starten oder aktiv zum Thema Inklusion einsteigen.
Das Zusammenleben in den Apartmenthäusern schafft ein „Wir“, das über die Häuser hinausreicht und Menschen interessiert. Inklusive Veranstaltungen und Feste im Jahresverlauf planen wir gemeinsam — und pflegen mutige Auftritte, um unsere Talente zu zeigen.
Wir stehen in enger Kooperation mit der Hermann Jülich Werkgemeinschaft und wurden gemeinsam mit dem Lauensteinpreis 2020 für den fortschrittlichen Geist der aktiven Inklusion geehrt.
Sprechen Sie uns an — wir beantworten Ihre Fragen gern persönlich.
