Pflegefachkräfte und Fachkräfte aus der Pädagogik arbeiten Hand in Hand — in standortgebundener Bezugspflege mitten im Sozialraum Ahrensburg-Wulfsdorf.
Schwerpunktmäßig sind wir als ambulanter Pflegedienst mit Pflegefachkräften und Fachkräften aus der Pädagogik im Sozialraum Ahrensburg-Wulfsdorf tätig.
Die dort lebenden Menschen, die wir begleiten, aktivieren den Kulturort mit ihren starken sozialen Kompetenzen mit. In zugewandter Nachbarschaft entsteht ein Lebens- und Arbeitsort, an dem Menschen mit Behinderung ihre vereinbarten Förderungen und Unterstützungen erfahren — und gemeinsam ein kulturell anregendes Leben gestalten.
Gegründet wurde Die Robben Wulfsdorf gGmbH 2013 von der Elterninitiative Die Robben e.V. aus dem Friedrich-Robbe-Institut, gemeinsam mit der Hermann Jülich Werkgemeinschaft e.V. Grundlage ist das anthroposophische Menschenbild.
Mit dem Bundesteilhabegesetz kamen nicht nur die Personenzentrierung und das Wunsch- und Wahlrecht für Leistungsberechtigte. Darüber hinaus wurden Begriffe wie Wirkung und Wirksamkeit der Leistungen eingeführt.
Wir arbeiten aktuell an der sinnhaften Prüfbarkeit unserer Qualität als Vorlage für die Leistungsträger: Die Angebote der Eingliederungshilfe sollen überprüfbar gemacht werden (§ 128 SGB IX).
Das BTHG ist ein umfassendes Gesetzespaket, das für Menschen mit Behinderungen viele Verbesserungen vorsieht.
Als Forscherinnen, Förderer, Mut- und Möglichmacher setzen wir uns für Teilhabe und Selbstbestimmung nach dem BTHG ein.
Aktivierende, personenzentrierte und ressourcenorientierte Pflege in der eigenen Wohnung — standortgebundene Bezugspflege mit Zeit, ohne Zeitdruck. Auch außerklinische Intensivpflege in 1:1-Versorgung gehört zu unserem Angebot.
Bezugsbetreuung und begleitete Gruppenprozesse im ambulant betreuten Wohnen. Das Apartmenthaus ist der Ort sozialen Lernens — die Brücke von der Primärfamilie in ein eigenes, selbstbestimmtes Leben mit Gleichaltrigen.
Bewusste Inklusionsarbeit über das eigentliche Maß hinaus: Unsere Mitarbeitenden sind Raumplaner, die mit den Klient*innen Wege in Nachbarschaft, Kultur und Gesellschaft denken — mit persönlicher Zukunftsplanung und Biografiearbeit.
Qualitätsentwicklung nach dem GAB-Verfahren: Qualitätszirkel, Evaluationsprozesse, systematisches Lernen aus Fehlern — getragen von kontinuierlicher Fort- und Weiterbildung aller Mitarbeitenden.
Die sozialtherapeutisch begleiteten Menschen leben mit meist Gleichaltrigen zusammen — in der Übergangsphase von der Primärfamilie zum eigenen Wohnen. Der Wohnort ist der Ort, der für die Einübung sozialen Lernens prädestiniert ist und auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereitet.
In der ambulant betreuten Wohnform finden durch die Bezugsbetreuung angelegte, begleitete Gruppenprozesse statt. Es entwickelt sich eine pädagogische Begleitung, die Freiwilligkeit, Selbstversorgung und die daraus folgenden Aufgaben gegenüber der Gruppe umfasst.
Intensive Gespräche zwischen Begleiteten und Begleitenden machen es möglich, das Alltagserleben gemeinsam anzuschauen — und Probleme zu besprechen, bevor sie wachsen.
Rituale entstehen nicht nebenbei. Sie werden gemeinsam vereinbart — in Mitarbeitendenkonferenzen und in Klient*innenkonferenzen — und von Apartmenthaus zu Apartmenthaus unterschiedlich gelebt.
Zu den gepflegten Ritualen gehören die morgendliche Frühstücksrunde, der abendliche Ausklang, feste Tagesrhythmen für Verabredungen, eine offene Dialogkultur, gestaltete Geburtstage und gemeinsame Ferienfahrten.
In der Gruppe schafft die Summe aus positiver Grundatmosphäre und achtsamem, respektvollem Miteinander eine Stabilisierung gelungener Beziehungen, auf die jede und jeder aufbauen kann.
Die bewusste Inklusionsarbeit ist das, was uns als ambulanten Pflegedienst über das eigentliche Maß hinaus auszeichnet. Wir bewirken Sozialräume und wirken gesellschaftlich-kulturell.
Das geht nur mit der inneren Haltung des Innehaltens: sich bewusst in die Begegnung stellen, die eigenen Grenzen kennen, Zeit zum Beobachten haben und nach dem Wesen des Anderen forschen. Die Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins und des Sozialbewusstseins sind Ziele unseres Handelns.
Unsere Mitarbeitenden arbeiten nicht nur direkt mit dem Menschen, sondern denken und planen darüber hinaus Wege mit den Begleiteten. Durch persönliche Zukunftsplanung und Biografiearbeit wird die angestrebte Entwicklung sichtbar — die der Begleiteten wie die der Begleitenden.
Mit zeitgemäßen sozialen Strukturen, innovativer Forschung, Ausbildung und neuen Formen der Zusammenarbeit in Pflege und Pädagogik wollen wir modellhaft über die Region hinaus wirken — auch wenn sich unser Versorgungsauftrag zunächst primär auf den Sozialraum Ahrensburg-Wulfsdorf bezieht.
Zum Selbstverständnis unserer Unternehmenskultur gehört es, die Urteilsfähigkeit des Einzelnen zu schulen und ein Gespür für Qualität zu entwickeln.
Allen Verbesserungsmaßnahmen geht voraus, latente Fehlerquellen systematisch und konsequent aufzuspüren und ihnen entgegenzuwirken. Beschwerden und Kritik verstehen wir als Ansporn.
Wir arbeiten mit der GAB-Methode, führen in vielen Bereichen eine Kultur von Prüffragen ein und führen Evaluationsprozesse durch.
Zur Qualitätsentwicklung gehören die fachliche Weiterbildung jeder und jedes Einzelnen — und ebenso das Leben von Leidenschaften. Im Rahmen unserer Sozialraumarbeit fördern wir Kompetenzen über die fachliche Arbeit hinaus.
Das Üben der eigenen Arbeitsanalyse und die Selbstreflektion des eigenen Handelns sichern sinnstiftende Entwicklungen. Achtsame, dialogische Gespräche sind Üb- und Lernfeld zugleich.
Wer so arbeiten will, ist auf gute interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit angewiesen. In den Apartmenthäusern bilden sich therapeutische Gemeinschaften, die Arbeitsteilung bejahen und bewusst gestalten.
Bei der Förderung von Erwachsensein und Unabhängigkeit pflegen wir die Beziehung zu den Familienangehörigen.
Wir stimmen uns mit den Werkstätten ab, in denen die von uns begleiteten Menschen arbeiten.
Die medizinische und therapeutische Begleitung stimmen wir vertrauensvoll mit den behandelnden Fachleuten ab.
Menschen im Sozialraum und alle Interessierten binden wir aktiv ein — und sind für sie jederzeit ansprechbar.
Sie sind Angehörige oder Kostenträger und möchten ein konkretes Anliegen besprechen? Sprechen Sie uns direkt an.
Die tägliche sozialtherapeutische Bezugsbegleitung spannt einen Lebensraum, in dem Geborgenheit und entwicklungsfördernde Ansprache gelebte Praxis sind. Mit den Klient*innen erarbeiten wir realitätsnahe Lösungen für den Alltag — und gehen positive, zielführende Wege durch Konflikte.
2020 wurden wir gemeinsam mit der Hermann Jülich Werkgemeinschaft mit dem Lauensteinpreis für den fortschrittlichen Geist der aktiven Inklusion geehrt.
Wir beraten Angehörige, Leistungsberechtigte und Kostenträger gerne persönlich.
